Marktmodell Druckindustrie
Zum betriebswirtschaftlichen Instrumentarium gehört ein klares Marktmodell sowie eine Szenariotechnik die erlaubt, Entwicklungen möglichst genau im voraus zu bestimmen. Dazu finden Sie nachstehend ein Beispiel.
Unser Modell zur grafischen Industrie:
Im Zentrum unserer Überlegungen steht der Printmarkt mit rund 2'500 Anbietern und einer Vielzahl von Nachfragern. Deren Bedürfnisse ist der wichtigste Faktor, welcher wir im Auge behalten wollen. Auf dieses System „Printmarkt“ wirken interne und externe Faktoren. Als interne Einflussgrössen sind einmal die Konkurrenten zu erwähnen, wobei dazu nicht nur die weiteren Druckereien zu zählen sind, sondern auch alle andern Anbieter von Kommunikationsmitteln ausserhalb der Drucksache (Nonprint). Anderseits gehören die Lieferanten der grafischen Branche dazu, welche die Einrichtungen oder Materialien liefern. Die externen Faktoren werden angeführt von der Technik, die sich in den letzten Jahren wesentlich verändert hat (beispielweise mit dem Web), was sich auch auf die Gewohnheiten der Nutzer im Umgang mit Kommunikationsmitteln auswirkt (so werden immer mehr Informationen aus dem Internet bezogen). Einen wichtigen Einfluss auf die grafische Branche hat im weiteren die Konjunktur (zum Beispiel verlaufen die Werbeausgaben parallel zur Wirtschaftsentwicklung) sowie der Gesetzgeber, welcher etwa prüft, ob auf Drucksachen eine Entsorgungsabgabe entrichtet werden soll, was diese teurer und damit unattraktiver machen würde.
Abbildung 1: Zukunftsmodell für die grafische Industrie - was die Entwicklung ausmacht.
Abbildung 1: Zukunftsmodell für die grafische Industrie - was die Entwicklung ausmacht.
Wenn wir all diese Faktoren betrachten, welche auf die grafische Industrie gleichzeitig einwirken, so können wir folgende Trends herausschälen, die in den nächsten fünf Jahren die Druckbranche wesentlich beeinflussen werden:
  • Crossmedia setzt sich durch

  • Ein zunehmender Trend zur automatischen Produktion

  • Tiefe Preise senken die Kostendeckung

Dazu kommen die bereits bestehenden Trends, die sich im gleichen Masse weiterhin auswirken dürften:
  • Stagnierendes Marktwachstum

  • Unveränderter Konkurrenzdruck
Abbildung 2: Zukunftsmodell für die grafische Industrie - welche Faktoren sich primär auswirken.
Abbildung 2: Zukunftsmodell für die grafische Industrie - welche Faktoren sich primär auswirken.
(c) 13.11.2018 HZW / print.ch
Das Web als Arbeitsplattform
Web2Print heisst das aktuelle Schlagwort für die Druckindustrie. Die meisten grafischen Firmen hoffen, mit dem Zukauf der auf sie zutreffenden Technologie die Wirtschaftsflaute zu besiegen sowie bestehende und neue Kunden auf geschickte Art an das Unternehmen zu binden. Das weltweite Netz kann als Hilfsmittel in der Printproduktion sehr nützlich sein, das ist unbestritten. Doch gibt es dafür nicht das richtige Produkt vom rechten Lieferanten. Eine solche Lösung muss für jeden Betrieb separat entwickelt werden, dies hängt primär von der heutigen Auftragsstruktur sowie dem praktizierten Workflow ab. Denn ein Web2Print-Konzept ist nur dann erfolgreich, wenn es sowohl auf Kunden- wie auf Lieferantenseite in den bestehenden Arbeitfluss integriert werden kann – und dies bedeutet wesentlich mehr als Steckerkompatibilität. Zudem sind solche Lösungen auf verschiedenen Ebenen zu konzipieren, die Möglichkeiten sind ganz anders bei standardisierten Drucksachen und komplexen Aufträgen, bei denen ein Kunde aktiv mitwirkt.
Case history „Fotobuch“:
Den umsatzstarken Markt zur innovativen Technik finden
Eine innovative Grossbuchbinderei setzt als erste weltweit das „Binding on demand“ ein. Die HZW unterstützt diese Buchbinderei bei der Strategieüberprüfung, bei der Suche nach Marktpartnern und bei Erstellung und Umsetzung von Konzepten.
Umsetzung von multimedialer Kommunikation
Die HZW befasst sich seit vielen Jahren mit Crossmedia-Fragen und wie sich diese auf die Medienproduktion auswirken werden. Daraus haben wir ein vielfältiges Leistungsprogramm entwickelt, das wir Auftraggebern, Werbeagenturen und insbesondere auf Crossmedia spezialisierte Dienstleistern anbieten:
  • Studien/Umfragen zu den Verhältnissen und Bedürfnissen der Auftraggeber sowie zu den Marktmöglichkeiten (etwa zu Potenzial und Konkurrenzsituation) oder Nutzerwünschen
  • Beratung/Abklärung von spezifischen Fragen beispielsweise für Crossmedia-Dienstleister, welche ihre ersten Schritte gemacht haben und nun sicher gehen wollen, wie sie weitergehen sollen
  • Projekte/Management von komplexen Anfragen, die umfassende Kenntnisse voraussetzen und sorgsam bearbeitet werden müssen
  • Coaching/Schulung der Betroffenen, damit diese für die veränderte Situation sensibilisiert und auf neue Aufgaben hin befähigt werden.

HZW für Crossmedia Management
Webereistrasse 47, 8134 Adliswil/Zürich